Was ist Musiktherapie


Musiktherapie ist eine ausdrucksorientierte, tiefenpsychologisch fundierte Behandlungsmethode. Im freien oder themengebundenen Spielen und Experimentieren auf Instrumenten können Gefühle, körperliche Befindlichkeiten oder belastende Themen ausgedrückt und gestaltet werden. Wo Worte nicht weiterführen oder nicht ausgesprochen werden können, öffnet die Musiktherapie neue Wege.

Die Musik unterstützt Kontaktaufnahme und macht Beziehungsgeschehen gestaltbar und sinnlich erfahrbar. Seelische Strukturen und Prozesse bilden sich im musikalischen Ausdruck ab. In diesem Zusammenhang kommt der verbalen Aufarbeitung des Erlebten eine tragende Rolle zu. Musik erlaubt dem Klienten, mit seinem persönlichen Wesenskern in Berührung zu kommen und den Zugang zu individuellen Ressourcen freizulegen.

Musikalisches Vorwissen sind für die Musiktherapie nicht notwendig und nicht von Bedeutung. Es genügt die Bereitschaft, sich von Musik berühren zu lassen.

Für Menschen die …


  • Krisen-, Stress- und Belastungssituationen bearbeiten möchten.
  • Kontakt- und Beziehungsverhalten besser erleben und gestalten möchten.
  • sich ausgebrannt fühlen („Burn-out“).
  • Schwierigkeiten haben, sich emotional und/oder verbal auszudrücken.
  • unter unkontrollierten Gefühlen (Ängste, Hemmungen, Aggressionen, Depressionen, u.a.) leiden.
  • ihre spielerisch-schöpferische Ausdrucksfähigkeit (wieder-) entdecken möchten.
  • unter chronischen Schmerzzuständen leiden.
  • unter einem Tinnitus (Ohrensausen) leiden.
  • Ruhe, Entspannung, Freude und Lebenslust erleben möchten.
 
 

Angebote


Arbeitsschwerpunkte:

  • Burnout und Erschöpfung
  • Depression
  • Traumafolgestörungen
  • Tinnitus

 

Kosten pro Sitzung à 50 Minuten: SFr. 120.-

Arbeitsschwerpunkte:

  • Sprachlosigkeit
  • Dauerstreit
  • Kommunikationsstörungen
  • Eifersucht und Misstrauen
  • Trennungsgedanken

Kosten pro Sitzung à 50 Minuten: SFr. 180.-

Kinder und Jugendliche die …

  • sich in anspruchsvollen Lebenssituationen befinden
  • durch seelische Probleme abgelenkt werden
  • Konzentrations- oder Lernschwierigkeiten haben

Kosten pro Sitzung à 50 Minuten: SFr. 120.-

tinnitusUnter dem Überbegriff „Tinnitus“ werden Ohrgeräusche verschiedenster Klangqualitäten (Pfeifen, Rauschen, Klingeln, Brummen, Zirpen, Zischen oder Summen) zusammengefasst, unabhängig von ihrer Ursache.

Musiktherapie eignet sich gut zur Behandlung von Tinnitus, weil diejenigen Hirnareale, die beim Musikhören aktiv sind, sich mit jenen überlappen, die bei Tinnitus verändert sind. Durch die Schulung von Hörverhalten und Hörbewusstsein können die auditiven Fähigkeiten umstrukturiert werden.
Ziel der Therapie ist es, dass für den Betroffenen nicht mehr das Störgeräusch, sondern wieder angenehme Sinnesreize im Mittelpunkt seines Wahrnehmens und Erlebens stehen können.

Behandlungbestandteile:

  • Hörbewusstsein schulen
  • Entkoppelung von Tinnitus und körperlichen / psychischen Reaktionen
  • Förderung der Tinnitusakzeptanz
  • Defokussierung und Entspannung
  • Stressmanagement und Bewältigungsstrategien
  • Aktivieren von Ressourcen
  • Rückgewinn von Hörgenuss und Lebensfreude

Die Vorgehensweise orientiert sich nach den individuell vorhandenen Möglichkeiten und nach den Bedürfnissen des Betroffenen.

Die Therapie erfolgt nach der medizinischen Abklärung durch HNO-Arzt / HNO-Ärztin.

Kosten pro Sitzung à 50 Minuten: SFr. 120.-

Das Liegemonochord oder Klangbett ist ein Saiteninstrument, auf das man sich legen kann. Die Unterseite ist mit lauter gleich gestimmten Saiten bespannt. Diese werden vom Therapeuten angespielt, so dass für den daraufliegenden Klienten eine reiche Klangwelt entsteht. Zusätzlich zum Klang sind die Schwingungen der Saiten spürbar.

Kosten pro Sitzung à 50 Minuten: SFr. 100.-

Diese Weiterbildung richtet sich an alle, die sich für die Wirkungsweise von Musik interessieren und in Selbsterfahrung das Spiel mit Klang, Rhythmus und Melodie erleben möchten. Insbesondere sind (auch angehende) Musiktherapie- StudentInnen angesprochen.

Nächste Workshops: 13./14. Mai 2017 + 11./12. November 2017
HospizKlangschale200Patienten die im Hospiz Stationär Palliative Care in Brugg stationiert sind, haben die Möglichkeit auf Anfrage ambulante Musiktherapie zu erhalten.

 

Kosten pro Sitzung à 50 Minuten: SFr. 120.-

Zusatzversicherungen der Krankenkassen übernehmen oft einen Teil der Kosten. Fragen Sie nach einer Kostengutsprache!

Therapieraum


  • Klangbett200

    Tiefenentspannung auf der Klangliege

  • Malecke200Eine Staffelei für den Ausdruck in Form und Farbe

Atelier steht eine grosse Auswahl von leicht spielbaren Musikinstrumenten und Rhythmusinstrumenten aus verschiedenen Ländern und Kulturen zur Verfügung.

Das Atelier wird gemeinsam genutzt mit:
Doris Mäder:
Klinische Musiktherapeutin MAS, SFMT, Dipl. Mal- und Kunsttherapeutin IHK
Beate Roelcke:
Dipl.-Musiktherapeutin (FH)/SFMT, Klinische Musiktherapeutin MAS

 
 

Standort


Atelier für
Musiktherapie
Christian Kloter

Oederlin Areal
Gewerbehaus Nord
Landstrasse 2B
5415 Rieden bei Baden

Anfahrt
Ab Bahnhof Baden: Bus Nr. 2 bis Haltestelle Oederlin, fährt alle 15 Minuten.
Von Baden / Wettingen / Ennetbaden her kommend durch den Goldwand-Tunnel fahren. 200m nach der Tunnelausfahrt rechts ins Oederlin­-Areal einbiegen.
Vom Bahnhof Baden aus erreichen Sie das Atelier für Musiktherapie über die verkehrsfreie Schiefe Brücke und den Weg der Limmat entlang in 15 Minuten.
Der Eingang ins Gewerbehaus Nord befindet sich auf der Hinterseite des Gebäudes. Das Atelier für Musiktherapie finden sie im 3. Stock.
Für Rollstuhlfahrer ist ein Lift ist vorhanden.

Person

  • Christian Kloter
    Klinischer Musiktherapeut MAS ZFH, SFMT

    Dipl. Sozialpädagoge FH

    geboren 1974

  • PortraitKontrabass250px
Beruflicher Werdegang
  • 1999 – 2002:
    Vollzeitstudium in Sozialpädagogik, Fachhochschule für Soziale Arbeit, Basel
  • 2004 – 2008:
    Master of Advanced Studies in klinischer Musiktherapie an der Zürcher Fachhochschule (MAS ZFH)
  • 2013 – 2017:
    Musik-, Körper- und Trancetherapie bei Dr. med. Wolfgang Strobel, Würzburg
  • 2015:
    Fortbildung zum Lehrmusiktherapeuten, Zürcher Hochschule der Künste
  • 9/2014 – auf weiteres: Musiktherapeut an der Klinik Barmelweid, Abteilung Psychosomatik, Barmelweid
  • 4/2010 – auf weiteres: Musiktherapeut in eigener Praxis, Atelier für Musiktherapie, Rieden b. Baden
  • 8/2008 – 8/2015:
    Musiktherapeut am Schulpsychologischen Dienst, Schule Urdorf
  • 2/2006 – 7/2008:
    Musiktherapeut, CP-Schule Birnbäumen, Schule für körperbehinderte Kinder, St. Gallen
  • 7/2005 – 11/2005:
    Musiktherapeut i. A., Psychiatrische Klinik Littenheid, Psychotherapie-Station, Wil SG
  • 8/2004 – 4/2007:
    Sozialpädagoge, Gruppenleitung im Internat, Sprachheilschule St. Gallen, Sonderschule mit Internat für hör- und sprachbehinderte Kinder
  • 4/2002 – 6/2004:
    Sozialpädagoge, Internat, Landenhof, Zentrum und Schweizerische Schule für Schwerhörige, Unterentfelden AG
  • Publikationen
    Darf Intuition mitspielen? Die Bedeutung der Intuition in der musiktherapeutischen Arbeit.
    Theoriearbeit zur Erlangung des Titels »Master of Advanced Studies in Klinischer Musiktherapie«, Zürcher Hochschule der Künste. 2007
    Download
    • mit Huser, Nicole: Kannst Du mich ertragen, wenn ich so laut bin? Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 20, 3/2014. Download
    • mit Zeuch, Andreas: Die innere Stimme,Intuition als professionelle Kompetenz in der Musiktherapie. In: Musiktherapeutische Umschau Bd. 29, Heft 2, 2008. Download
    • Darf Intuition mitspielen? Die Bedeutung der Intuition in der musiktherapeutischen Arbeit. Ein Interview mit Prof. Dr. Hans-Helmut Decker-Voigt. In: Therapie Kreativ, Zeitschrift für Praxis und Theorie künstlerischer Therapien, Heft 2, 2000. Download
    Interview zu Musiktherapie in der Sendung „FreiTalk“ des Radiosenders Kanal K.
    Talkgast: Christian Kloter, Moderation: Madleina Huwyler
    Ausgestrahlt am Freitag 1.3.2013
    Hier anhören

    Fachverband Musiktherapie
    Mitglied der offiziellen Berufsvereinigung Schweizerischer Fachverband für Musiktherapie (SFMT)

    Registrierung
    Registrierter Therapeut beim EMR, der ASCA, sowie bei der EGK-Gesundheitskasse

     
     

    Kontakt


    Atelier für
    Musiktherapie

    Christian Kloter

    Tel. 056 536 80 54


    Dein Name (Pflichtfeld)

    Deine E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

    Betreff

    Deine Nachricht

    Häufige Fragen


    Nein, es werden weder musikalisches Vorwissen noch die Beherrschung eines Instrumentes vorausgesetzt. Wichtig sind jedoch Motivation und Freude am Ausprobieren.
    Die meisten schweizerischen Krankenkassen honorieren die Musiktherapie über ihre komplementärmedizinischen Zusatzversicherungen.

    Die dafür zuständigen Kontrollorgane sind das EMR (Erfahrungsmedizinisches Register) und die ASCA (Stiftung zur Anerkennung und Entwicklung der Alternativ- und Komplementärmedizin). Das EMR und die ASCA sind unabhängige, gesamtschweizerisch tätige Stellen, die ein Qualitštslabel für die Aus- und Weiterbildung von Therapeuten der Komplementärmedizin vergibt. Dieses Label wird Therapeuten vergeben, die an einer vom EMR/ASCA registrierten Institution ihre Aus- oder Weiterbildung absolviert haben.

    Ja. Es ist wichtig, nach einem musikalischen Spiel auch darüber zu sprechen, um Rückmeldung zu geben, Fragen zu klären, zu reflektieren, und um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
    Zu Beginn der Therapie wird zusammen mit dem Klienten das Anliegen geklärt und mögliche Ziele formuliert. Während der Therapie steht das persönliche Befinden des Klienten in Bezug auf sein Anliegen im Mittelpunkt. Je nach momentanem Befinden des Klienten kann die Musik auf unterschiedliche Arten eingesetzt werden: Klient und Therapeut spielen gemeinsam oder der Therapeut spielt für den Klienten.
    Persönliche Vorlieben und Ressourcen des Klienten sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Während des therapeutischen Prozesses können Befindlichkeiten und Stimmungen wahrgenommen und benannt, persönliche Beziehungsgeschichten beleuchtet, Ressourcen integriert und Potentiale spielerisch geweckt werden. Im sicheren Rahmen können so neue Erfahrungen gewonnen und Verhaltensweisen ausprobiert, verändert und ‚geübt‘ werden.

    Gemachte Erfahrungen können in der Folge analog in den Alltag übertragen, erprobt und in der anschliessenden Therapie wieder besprochen werden. Dies kann zu mehr Selbstvertrauen führen und eigenständige Schritte ohne therapeutische Begleitung unterstützen.

    Die Dauer einer Therapie kann je nach Befindlichkeit und Anliegen des Klienten unterschiedlich lange dauern. Dies können nur einzelne Stunden oder auch mehrere Monate sein. Oft findet eine Therapie anfänglich im Wochenrhythmus statt und kann in einer fortgeschritteneren Phase in grössere Zeitabstände übergehen.